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Tom Clancy’s The Division – Last Stand

Last Stand hört sich an wie ein Film von Arnold Schwarzenegger. Diesmal handelt es sich jedoch um den Titel des dritten DLC zu UbiSoft’s Tom Clancy’s The Division, das uns tiefer in die Dark Zone eindringen läßt.

New York ist wieder eine Reise wert

Die Dark Zone war schon vorher die Hölle auf Erden, doch nun ist die Situation vollends eskaliert. Die Joint Task Force sah sich gezwungen sich aus diesem gottlosen Gebiet zurückzuziehen und wichtige, taktische Terminals mit Einsatzinformationen zurückzulassen. Wie ein Lauffeuer hat sich diese Information in der Dark Zone verbreitet und abtrünnige Agenten machen sich auf dem Weg zu diesen Relais. Wir treten einem Team von sieben weiteren Division-Agenten bei, mit der Mission, die Abtrünnigen auszuschalten und sicherzustellen, dass die Division-Agenten wieder Herr über die Lage werden.

Seit dem Release im März letzten Jahres war ein kompetitiver Multiplayer-Modus einer der größten Wünsche vieler Division-Spieler. Mit dem offiziell letzten angekündigten DLC hat Massiv auf ihre Spieler gehört und ein 8-gegen-8-PvP Gefecht in die Dark Zone gebracht. The Last Stand leiht sich einige Elemente aus aktuellen Spielen wie Battlefield 1 oder For Honor. Zwei Teams mit jeweils acht Personen müssen die Kontrolle über drei taktische Stellungen auf einer von vier Dark Zone Karten erreichen. Damit es unserem Team gelingt, eine taktische Stellung einzunehmen, müssen drei Ziele innerhalb dieser Stellung kontrolliert und gesichert werden. Hierzu stehen uns Geschütztürme, Signaldetektoren und spezielle Still-Boosts zur Verfügung, die über Credits erworben werden können. Diese neuen Credits erhalten wir durch das Ausschalten von menschlichen und KI-Gegner. Sobald eine Stellung gesichert ist, erhält das Team Punkte. Das Team mit den meisten Punkten, gewinnt das Gefecht.

Der Fokus von Last Stand liegt klar auf PvP. Mit der Integration von KI-Gegner versucht Massive uns zwar PvPvE zu verkaufen, jedoch sind diese Gegner im Gegensatz zu anderen NPCs in der Dark Zone relativ schwach und einfach zu farmen. Vielleicht war dies aber auch der Hintergedanke der Entwickler, denn so kann sich während des Gefechtes eine kleine Gruppe von der Hauptgruppe absetzen und Credits sammeln.

Oblwohl Massive eine Menge an der Balance geschraubt hat und für Last Stand die Ausrüstung der Spieler angeglichen wird, fühlen sich viele Kämpfe immer noch wie eine Deckung-Schießen-Ausweichen-Heilen-Orgie und weniger hier eine taktische Herausforderung an. Vielleicht benötigt es einfach noch ein bisschen Zeit, bis sich alle Agenten in den neuen Modus eingespielt haben und somit auch eine mehr taktische Herangehensweise versuchen.

Sendeschluss

Die dritte Erweiterung bietet nicht nur einen neuen PvP-Modus, sondern auch einen neuen Übergriff namens „Gestohlenes Signal“. Ein Team von Ingenieuren meldet sich nicht mehr, nachdem eine Gruppe von Rikers das Sendezentrum eingenommen hat. Wir müssen das Zentrum sichern und die Geiseln retten. Die JTF hat ein ziviles Fernsehstudio beschlagnahmt, um Notfallübertragungen an die Bevölkerung senden. Nur haben nicht nur die New Yorker das Signal empfangen, sondern auch die Rikers, die sofort in das Studio eindringen, die JTF überwältigen und als Geiseln nehmen. Der Übergriff besteht aus drei separaten Flügeln, die in in beliebiger Reihenfolge gespielt werden können. In jedem dieser Abschnitte warten unterschiedliche Spielmechaniken, Bosse und Situationen. Haben wir alle drei Flügel gemeistert, erhalten wir Zugang zum vierten und letzten Boss.

Der neue Übergriff ist komplexer als alle bisherigen Übergriffe und somit besonders für fortgeschrittene und erfahrene Gruppen eine willkommene Abwechslung. In vielen kniffligen Situationen muss die Gruppe Fähigkeiten einsetzen, die sie sonst nie verwenden, da sich auch die Umgebung hin und wieder gegen die Agenten stellt. So stehen zum Beispiel einige Areale unter Wasser, die unter Strom gesetzt werden. Leider hat Gestohlenes Signal auch ein paar nervige Situation parat, da wir unter Zeitdruck bestimmte Geiselsituationen meistern müssen.

Bisschen leer hier

Neben dem kostenpflichtigen DLC wurde auch die kostenlose Aktualisierung 1.6 veröffentlicht, welche neue Inhalte für bestehende Spieler liefert, wie eine erweiterte Dark Zone mit drei neuen unerschlossenen Bereichen, neue Kontaminierungsereignisse, die im Untergrund spielen, neue exotische Waffen, neue Dark-Zone-Bestenlisten sowie einen neuen Legendär-Modus, der eine erhöhte Herausforderung für die erfahrensten Spieler darstellt.

Hier erkennt man schnell, dass sowohl der dritte DLC als auch die neue Aktualisierung klar die Dark Zone in den Mittelpunkt stellen. Neben drei neuen Zonen, können nun auch mehr Gebäude gestürmt werden. Die Gefechte in den Gebäuden fühlen sich sogar wie kleine Missionen an, da nach und nach Gegnerhorden spawnen, die es gilt auszulöschen.

Was uns jedoch direkt beim Durchstreifen der neuen Dark-Zone Areale aufgefallen ist – sie sind verdammt leer. Kaum NPCs, aber auch kaum menschliche Gegner. Vielleicht liegt es daran, dass die Gebiete sehr verschachtelt sind oder jeder Last Stand ausprobiert. Auch mehrere Abholungen aus Zone 9 bereiteten keinerlei Probleme. Während wir auf den Hubschrauber warteten, kamen nur eine handvoll Gegner, die uns an der Abholung hindern wollten.

Mit 1.6 erhalten drei Missionen den Schwierigkeitsgrad Legendär, der seinem Namen alle Ehre macht. Hier warten sehr starke und aggressive Gegner auf uns, denen wir nur mit einem guten Teamplay etwas anhaben können. Legendär ist definitiv keine Variante mehr für Solo-Spieler, da nur Absprachen mit den Teamkollegen ein Überleben garantieren.

Fazit:

Mit Last Stand bringt Massive einen taktischen PvP-Modus in die Division-Welt, den sich viele Spieler von Anfang an gewünscht haben. Wer Dominion aus anderen Shootern kennt, wird sich hier direkt heimisch fühlen. Leider bietet auch der dritte DLC keine weiteren Storyelemente für das Hauptspiel. Wir erfahren nur, dass die Gegend rund um den Central Park mit unzähligen Leichensäcken gepflastert ist. Was genau hier passiert ist, erfahren wir nicht. Nachdem wir Spieler nun so lange aufgrund von Verzögerungen auf den dritten DLC gewartet haben, ist der Inhalt etwas enttäuschend. Wir hätten uns erhofft, dass die Erweiterung auch etwas mehr Inhalte für das Hauptspiel bietet. Solange müssen wir wohl noch auf den vierten warten, der vielleicht den Central Park freischalten, denn die Zugänge in der Dark Zone für dieses Gebiet sind schon implementiert.

Dieses Review erschien auch auf Polyradar.de

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